Wie bastle ich mir mein eigenes Netz

Ich bewundere Energie und Einsatz, mit denen einige Menschen ihre Ideen verfolgen. Es trifft sich, dass ich als Journalist immer wieder solchen spannenden Persönlichkeiten begegnen kann. In dieser Woche habe ich Freifunker aus Berlin getroffen. Professor Rüdiger Weis aus Berlin zum Beispiel, der auch als Besucher auf einem Rockfestival nicht auffallen würde. Mehr Punk als Professor klettert er mit mir in seinem Schlabbershirt und seiner ausgewaschenen Jeans auf das Dach der Berliner Beuth Hochschule. Dort zeigt er mir stolz, eine selbstgebaute Senderkonstruktion und schwärmt, was für tolle Antennen sich aus Würstchendosen errichten ließen. Gemeinsam mit dem Berliner Piraten und Systemadministrator Alexander Morlang bastelt er am Berliner Freifunknetz. Eine unabhängige Alternative zum großen Internet. Die beiden sind Teil einer mittlerweile recht großen Community. Zur ihr gehört auch Elektra Wagenrad. Eine Pionierin der Szene, die ich in einer Wagen- und Hängerburg in Friedrichshain treffe. Hier lebt die Programmiererin, deren dunkle Stimme ahnen lässt, dass sie mir eine beeindruckende Lebensgeschichte erzählen könnte. Mir berichtet sie mit Leidenschaft von ihrer Idee, allen Menschen kostenlos den Zugang zum Netz zu ermöglichen. Wieder einmal fühle ich mich bestätigt, denn wegen solcher Begegnungen mag ich meinen Beruf sehr. Die Reportage gibt es hier.

Auf dem Dach der Beuth Hochschule

Freifunker über Berlin auf dem Dach der Beuth Hochschule (Bild: Tim Wiese)

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